FAQ

HÄUFIG GESTELLTE FRAGEN UND IHRE ANTWORTEN



Ist das Erstgespräch kostenpflichtig?


Sollten Sie sich für einen psychotherapeutischen Prozess entscheiden werden die Kosten mit der ersten Honorarnote in Rechnung gestellt. Sollten Sie sich dagegen entscheiden, fallen keine Kosten an.



Wie lange dauert eine Psychotherapie?


Diese Frage ist nicht beantwortbar. Man sollte sich jedoch dessen bewusst sein, dass eine tiefgreifende psychische Veränderung nicht über Nacht und auch nicht in ein paar Wochen von statten gehen kann. Erlauben Sie sich deshalb, sich die Zeit zu nehmen, die notwendig ist, um im geeigneten Tempo kurieren zu können.
Je nach Indikation, allfälliger Zielsetzung und der Geschwindigkeit des Entwicklungs- bzw. Genesungsprozesses kann das zwischen einem und mehreren Jahren dauern. Die Devise hier ist, Psychotherapie so kurz als möglich und so lange als nötig andauern zu lassen!



Ist Psychotherapie nur für die Behandlung "psychisch Kranker" geeignet?


Es muss sich keinesfalls immer um eine "krankheitswertige Veränderung des Seelenlebens" handeln, um den Wunsch zu entwickeln, sich in eine psychotherapeutische Behandlung zu begeben und es muss auch keine akute Krise dafür vorliegen.
Psychotherapie als Selbsterfahrung kann verstanden werden, als einen sehr geeigneten Weg das persönliche Leben lebenswerter zu machen und zwar durch das Anwachsen von Verständnis sich selbst gegenüber und anderen gegenüber.



Was ist der Unterschied zwischen Psychologen, Psychiatern und Psychotherapeuten?


Zunächst kurz zu den Unterschieden bzgl. der Ausbildungswege, die es für die genannten Berufe zurückzulegen gilt: der Psychologe studiert Psychologie an der Universität; der Psychiater hat ein Medizinstudium absolviert und sich danach auf Psychopharmakologie spezialisiert; der Therapeut durchlief eine psychotherapeutische Fachausbildung, mit vorangestelltem Propädeutikum (Einführung) und zwar in den meisten Fällen als Aufpfropfung eines vom Ministerium anerkannten Quellenberufes (hier gibt es eine Liste an Berufen die als Quellenberuf für die Psychotherapie tauglich sind).
Neben den Unterschieden die Ausbildungswege betreffend, gibt es natürlich auch Unterschiede in ihrer Tätigkeit und Ausrichtung. Vorab soll gesagt sein, dass eine Zusammenarbeit dieser drei hier genannten Berufsgruppen immer gewünscht ist, sodass sich ihre Spezialgebiete gegenseitig ergänzen und somit präzises Identifizieren von Problemstellungen und heilkräftige therapeutische Effekte erzielt werden können.
Das Hauptgebiet des (klinischen- und Gesundheits-) Psychologen ist es zu diagnostizieren. Dafür verwendet er neben psychologischen Gesprächen diverse Fragebögen und ggf. auch Testungen am Computer.
Der Facharzt (Psychiater) hat als Arzt ein Auge auf die medikamentöse Einstellung und Adaptierung derselben, nach den momentanen Bedürfnisse und Beschwerden des Patienten. Medikamente sollten wenn, dann immer als Begleitung zur fortlaufenden Psychotherapie sein.
Und zu guter Letzt: der Psychotherapeut - seine Aufgabe ist es sich in einen therapeutischen Prozess mit dem Klienten/ Patienten einzulassen, um die psychisch bedingten Problemstellungen gemeinsam mit dem Klienten zu erarbeiten. Psychotherapie bildet in den aller meisten Fällen die Hauptachse für den mentalen Genesungsprozess. Dennoch ist die Zusammenarbeit mit den benachbarten Disziplinen oft unerlässlich.